02. 06. 2026

Das ewige (hybride) Leben

Unsterblichkeit zwischen Technologie, Religion und Gesellschaft

Die Idee, menschliche biologische Grenzen mit Hilfe von Technologien und Wissenschaft zu verschieben oder gar zu überwinden ist Tausende Jahre alt, wie babylonische und griechische Mythen zeigen. Das Konzept der Unsterblichkeit findet sich in unterschiedlicher Form in vielen Religionen und popkulturellen Texten von Highlander bis Altered Carbon. Befeuert durch die rasante Entwicklung von KI- und anderen Technologien und inhaltlich zugespitzt durch die Ideologien des Silicon Valley, ist das Thema aktueller denn je. Werden ‘wir’ bald unsterblich oder zumindest sehr alt? Wollen wir das überhaupt und wer ist mit ‘wir’ in diesem Zusammenhang gemeint?

Die Diskutant:innen

Nina Maria Mixtacki

Ich habe von 2007 – 2013 in Leipzig Theologie und von 2013- 2016 Wirtschaftspädagogik studiert. Von 2015-2017 habe ich mein Vikariat in Leipzig absolviert. 2017 bin ich auf meine erste Pfarrstelle entsandt wurden. Seit 2020 bin ich Pfarrerin in Mittweida, u.a. mit einem Stellenanteil für die Hochschul- und Studierendenseelsorge. Seit Januar 2025 habe ich eine 50% Pfarrstelle für „Christliche körperbezogene Spiritualität“, um Yoga christlich zu gestalten. Sie läuft unter dem Projektlabel „Kirche die weitergeht“. 2025 ist mein erstes Buch erschienen: „Yoga et labora – Beten mit Leib und Seele.

Christopher Coenen

Christopher Coenen ist Politikwissenschaftler und arbeitet seit 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), das zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gehört. Dort leitet er auch die Forschungsgruppe ‚Gesundheit und Technisierung des Lebens‘. Themen am ITAS sind u.a. Informations- und Kommunikationstechnologien, Neurotechnologien, Transhumanismus, ‚Human Enhancement‘ und allgemein die zunehmende Mensch-Technik-Entgrenzung. Neben einer Vielzahl anderer Projekte war er von 2017 bis 2022 Verbundkoordinator des transnationalen Forschungsprojekts FUTUREBODY und hat seit den 2000er Jahren mehrfach den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament zu den genannten Themen beraten. Coenen ist zudem seit 2013 leitender Herausgeber der Zeitschrift ‚Ethics and Society‘ (bis 2025 ‚NanoEthics: Studies of New and Emerging Technologies‘).

Prof. Dr. Röbbe Wünschiers

Röbbe Wünschiers promovierte zwischen 1996 und 1999 an der Universität Marburg in Pflanzenphysiologie. Nach Postdoktorandenstationen an der Universität Uppsala in Schweden (1999–2001) und an der Universität zu Köln (2002–2005) arbeitete er dort als unabhängiger Forscher und Dozent und habilitierte sich 2006 im Fach Genetik. Von 2007 bis 2009 war er als Wissenschaftler bei BASF Plant Science tätig. Seit 2009 ist er Professor für Biochemie und Molekularbiologie an der Hochschule Mittweida. Seine Arbeit ist durch eine langjährige Publikations- und Forschungstätigkeit an der Schnittstelle von Genetik, Genomik und Bioinformatik geprägt.

Der Moderator

Prof. Dr. phil. Gunter Süß 

Gunter Süß ist seit 2023 Professor für Medien in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft an der Hochschule Mittweida und Studiendirektor des IKKS (Institut für Kompetenz, Kommunikation und Sprachen). Zu seinen Schwerpunkten in Lehre und Forschung zählen die Analyse von fiktionalen Medientexten (Film, TV- und Streaming-Serien, Musikvideos), angewandte Kulturtheorie/Cultural Studies und Wissenschaftskommunikation. Vor seiner Berufung war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HS Mittweida (2013-2023) und an der Professur für Amerikanistik der TU Chemnitz (2000-2012).

Verweise: http://www.guntersuess.de, Google Scholar

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