09. 06. 2026

Kreativ und intelligent, oder nur gut trainiert?

Generative KI im Fokus 

17:30 – 19:00 Uhr
Studio B der Hochschule Mittweida
Am Schwanenteich 4b, 09648 Mittweida

Aufgrund von Bauarbeiten ist der Zugang nur über die Leisniger Straße oder die Straße „Am Schwanenteich“ möglich.

Die kreative Landschaft wandelt sich durch den Boom generativer KI rasant. Diese technologisch getriebene Dynamik wirft grundlegende Fragen auf: Erweitern wir mit diesen KI-Systemen unseren kreativen Horizont? Was verstehen wir als “kreativ“, in einer Zeit, in der Maschinen in großem Maßstab Bilder, Texte und Musik generieren können?

Manche sehen generative KI als mächtige Mitgestalterin, die neue Denkweisen eröffnet. Andere befürchten eine Entwertung von Urheberschaft, Originalität und kultureller Arbeit.

Wie definieren wir in diesem Spannungsfeld also heute Kreativität? Welchen Einfluss hat KI darauf, wie wir uns selbst sehen, gestalten und ausdrücken?

Hinweis:

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der International Week 2026 „Strengthening Higher Education Partnerships in the Digital Transformation Era “ statt. Die Vortragssprache ist Englisch. Es wird (KI-generierte) deutsche Live-Untertitel geben. 

Sarah Bowman 

… ist Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkt angewandte Sozialwissenschaften und arbeitet als Organisationsberaterin sowie als Dozentin an Hochschulen, wo sie Studierende aus aller Welt betreut – zuletzt an der Northumbria University und davor an der University of the Arts in London, Großbritannien. Im Laufe ihrer Karriere hat sie ein breites Spektrum an Beratungsprojekten und hochkarätigen, branchenspezifischen Aufgaben bewältigt, die kreative Lösungen für komplexe Probleme erforderten, um organisatorische und gesellschaftliche Wirkung zu erzielen. Als Dozentin engagiert sich Sarah leidenschaftlich für Lernerfahrungen, die Kreativität, Einfallsreichtum, Klugheit, bescheidene Intelligenz und ethisches Urteilsvermögen als Schlüsselkompetenzen oder Sensibilitäten fördern, die für eine Welt voller unbekannter Unbekannter entscheidend sind. Eine solche Welt spiegelt oft die prekäre Beziehung zwischen dem Menschen und dem Nicht-Menschlichen (Technologie, Tiere oder der Planet selbst) wider. Ein roter Faden in ihrer Arbeit ist es, durch das Zusammenspiel von Kreativität und Kommunikation Veränderungen herbeizuführen.

Nadja Verena Marcin

… ist eine in Berlin und New York lebende bildende Künstlerin, Forscherin und Dozentin, die aus intersektional-feministischer Perspektive zu Gender, Geschichte, Moral, Psychologie und menschlichem Verhalten arbeitet. Ausgehend von Literatur, Philosophie, Kunstgeschichte und Popkultur entwickelt sie immersive Arbeiten zu ökologischen und menschenrechtlichen Themen, die Darstellungen von Frauen kritisch hinterfragen und ideologische Machtstrukturen sichtbar machen. Ihre Projekte verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Theorie und untersuchen, wie gesellschaftliche Narrative konstruiert und normalisiert werden. Marcins Arbeiten waren unter anderem im Gropius Bau Berlin, ZKM Karlsruhe, Museum Ludwig Köln, Onassis Stegi Athen, Ars Electronica Linz, Berkeley Art Museum und ICA Philadelphia zu sehen und werden auf der 61. Biennale von Venedig präsentiert.

Matthias Hornschuh

… ist Komponist, Hochschullehrer und Publizist. In seinen Vorträgen und Texten bewegt er sich an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Technologie, Gesellschaft und Recht. Hornschuh ist Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic, Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA und Sprecher der Initiative Urheberrecht, die dem rechtspolitischen Diskurs rund um generative KI wiederholt wesentliche Impulse gegeben hat. Im September 2025 erschien sein Buch „Wir geben uns auf. KI, Kultur und die Entwertung der Wissensarbeit“.

Dr. Stefanie Kremmel

Moderatorin des Abends

Stefanie Kremmel koordiniert an der Hochschule Mittweida das Projekt ILEAS – Innovative Lehrarchitektur im Zeitalter von KI und Generationswandel und setzt sich somit laufend mit den Möglichkeiten und Folgen von generativer KI in der Hochschule auseinander. Als promovierte Translationswissenschaftlerin hat sie besonders Interesse an der Frage, wie der Einsatz von Sprachmodellen und maschineller Übersetzung nicht nur unsere Praxis von Mehrsprachigkeit, sondern ganz grundlegend unseren Sprachgebrauch und letztlich unser Denken beeinflusst.

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