28. 4. 2026

Macht – Medien – Manipulation

Demokratie in der Zwischenwelt

Unsere Demokratie kämpft in einer hybriden Welt. Während die „Demokratiemüdigkeit“ wächst, nutzen Populisten soziale Medien für Desinformation und Hass. Dieser Abend beleuchtet die digitale Zwischenwelt der Demokratie: Wie beeinflussen Algorithmen die Meinungsbildung und machen Bürger manipulierbar? Welche Gefahren birgt es für die Demokratie, wenn – wie in den USA – Checks and Balances abgebaut werden und autokratische Tendenzen zunehmen? Was tun?

Die Diskutant:innen

Prof. Dr. Karola Wille

… ist eine renommierte Juristin und war von 2011 bis 2023 Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). In den Jahren 2016 und 2017 bekleidete sie zudem das Amt der ARD-Vorsitzenden. Seit 2002 wirkt sie als Honorarprofessorin für Medienrecht an der Universität Leipzig und gilt als eine der prägendsten Gestalten der deutschen öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft. Ihre Karriere beim MDR begann 1991, wo sie über zwei Jahrzehnte lang als Juristische Direktorin und stellvertretende Intendantin tätig war. Neben ihrer Leitungsfunktion engagierte sie sich in zahlreichen Fachgremien, unter anderem als stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der Filmförderungsanstalt (FFA) und als Leiterin der Juristischen Kommission von ARD und ZDF.

Prof. Dr. Markus Heinker

… ist Dekan der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida und Inhaber der Professur für Medienwirtschaft und Medienpolitik. Der Journalist und promovierte Jurist ist zudem Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesmedienanstalt, Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich sowie medienpolitischer Berater und Sachverständiger (u. a. zur Reform des ÖRR). Heinker blickt auf zehn Jahre Erfahrung als Medienmanager (u. a. MDR, Programmdirektor) sowie zehn Jahre als spezialisierter Rechtsanwalt zurück. Er lehrt zudem an der Filmuniversität Babelsberg sowie der Filmakademie Baden-Württemberg und ist Autor des Lehrbuchs „Medienrecht“ (Nomos, 2026). Seine Forschung fokussiert die Schnittstellen von Medienmärkten und Medienrecht.

Benjamin Winkler

… ist Leiter des sächsischen Büros der Amadeu Antonio Stiftung. Der Diplom-Soziologe und Jurist verantwortet die operativen Aktivitäten der Stiftung im Freistaat, einschließlich der Koordination des Sächsischen Förderpreises für Demokratie. Als leidenschaftlicher politischer Bildner verfügt er über langjährige Erfahrung in der Leitung von Workshops und Seminaren für Schulen, Vereine und Verbände. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt in der Analyse und Vermittlung von Verschwörungserzählungen sowie Themen der demokratischen Zivilgesellschaft. Winkler ist zudem Mitglied der Universitätsgesellschaft der Universität Leipzig und engagiert sich für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die gesellschaftliche Praxis.

Der Moderator

Prof. Dr. Christoph Meyer

… ist Prorektor Bildung der Hochschule Mittweida und Inhaber der Professur für Bildung und Kultur in der Sozialen Arbeit. Zudem leitet er als Direktor das Institut für Kompetenz, Kommunikation und Sprachen (IKKS). Der promovierte Historiker und Politikwissenschaftler ist Experte für politische Bildung und Biograf der SPD-Größe Herbert Wehner. Vor seiner Berufung war Meyer langjähriger Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Dresden sowie Referatsleiter bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er engagiert sich zudem ehrenamtlich als Vorsitzender der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung sowie des Vereins SoPro e.V. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in der Zeit- und Gesellschaftsgeschichte, der Medien- und Kommunikationskompetenz sowie in Methoden der Erwachsenenbildung.

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